Erneuerbare Energien haben sich zu einer stabilen Säule der Energieversorgung und -sicherheit entwickelt. Die Windenergie ist dabei ein zentraler Baustein und wird in den nächsten Jahren einen immer größeren Anteil einnehmen: Jährlich sollen Windenergieanlagen mit einer Leistung von 10 Gigawatt errichtet werden!
Zusammen mit den anderen Erneuerbaren Energien, mit Stromspeichern und Wasserstoff schaffen wir so ein klimafreundliches, bezahlbares und zuverlässiges Energiesystem für die Zukunft. Diese Jahrhundertaufgabe kann nur mit vereinten Kräften und der Unterstützung der Menschen vor Ort gelingen. Doch keine Aufgabe ohne Belohnung! Der Ausbau der Windenergie bringt zahllose Vorteile und Nutzen für die Gemeinden und ihre Bewohner*innen und bietet somit nicht nur einen Mehrwert für unsere Umwelt.
Wie die Energiewende gelingen kann, zeigen die Menschen im nordrhein-westfälischen Coesfeld. Mit ihrer Eigeninitiative sind sie nicht nur vorbildlich, sondern geradezu einzigartig. Bereits 2011 kamen Landwirte und Grundstückseigentümerinnen aus dem Letter Bruch mit der Idee eines Windparks auf die Stadtwerke und die Stadt Coesfeld zu. Unter Beteiligung der Menschen vor Ort entstand ein Park mit dreizehn Anlagen, der den Strombedarf der Einwohnerinnen und Einwohnern mehr als abdeckt. Ein Teil der Gewinne fließt in die Bürgerstiftung Coesfeld und wird für gemeinnützige Projekte der Bürgerstiftung verwendet.
Am Horizont drehen sich die Windenergieanalgen fast geräuschlos im Wind. Es ist ein vertrautes Bild geworden für die Menschen in Hoort – einem kleinen Ort mit knapp 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern südlich von Schwerin. Doch was hier entstanden ist, geht über die üblichen Windparks hinaus: Der Windpark Hoort steht für eine neue Generation der Energiewende – eine, die nicht über Dörfer hinwegrollt, sondern von ihnen getragen wird.
Wer kennt ihn nicht, den Spruch: „Sowas kommt von Sowas.“ Genau daran knüpft unser Magazin SOWAS an. In zwei Ausgaben erzählen wir inspirierende Erfolgsgeschichten aus ganz Deutschland und zeigen, wie sich der Ausbau erneuerbarer Energien ganz konkret vor Ort auszahlt.
Wenn Windenergieanlagen Strom erzeugen, profitieren nicht nur Klima und Energieversorgung – auch die Kommunen gewinnen. Einnahmen aus der Windenergie fließen deutschlandweit in Schulen, Kitas, Sporthallen, Schwimmbäder, Gemeindehäuser, Straßen und viele weitere gemeinnützige Projekte. So entstehen sichtbare Verbesserungen für Menschen und Gemeinden.
Die beiden Ausgaben von SOWAS bündeln zahlreiche dieser positiven Beispiele:
SOWAS 1 versammelt Erfolgsgeschichten aus der Windbranche und zeigt, wie Windenergie Kommunen stärkt.
SOWAS 2 erweitert den Blick und enthält zusätzlich Erfolgsbeispiele aus den Bereichen Bioenergie und Solarwärme.
Das Magazin macht deutlich: Erneuerbare Energien wirken – für Klimaschutz, regionale Wertschöpfung und lebendige Gemeinden. Oder eben ganz einfach: Sowas kommt von Sowas.
Der Ausbau der Windenergie schafft eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen. Von der Herstellung und Installation von Windenergieanlagen über die Wartung und Reparatur bis hin zur Forschung und Entwicklung im Bereich erneuerbarer Energien entstehen vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten. Diese Arbeitsplätze stärken nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern bieten auch den Bürger*innen neue Perspektiven und Chancen.
Der Bau von Windparks erfordert eine gut ausgebaute Infrastruktur, von Straßen bis hin zu Stromleitungen. Von Investitionen in die Infrastruktur profitieren nicht nur die Windparkbetreiber, sondern auch die Gemeinden insgesamt. Straßen werden verbessert, neue Stromnetze geschaffen und die regionale Anbindung gestärkt. Dies führt zu einer Steigerung der Lebensqualität für alle Bewohner*innen.
Die Nutzung von Windenergie trägt wesentlich zur regionalen Wertschöpfung bei. Durch den Betrieb von Windparks fließen finanzielle Mittel direkt in die Gemeinden, was die lokale Wirtschaft ankurbelt und neue Möglichkeiten eröffnet. Regionale Ressourcen werden genutzt, was die Unabhängigkeit von externen Energiequellen erhöht und die regionale Wertschöpfung steigert.